Zu den beliebtesten Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest gehört das tägliche Öffnen der Adventskalendertürchen.
Nach der Legende bemühte sich die Ehefrau des Pastors Lang die Ungeduld ihres 1881 geborenen Sohnes Gerhard zu befriedigen. Sie bastelte kleine Schachteln und legte in jedes der Behältnisse ein leckeres Plätzchen. In der Vorweihnachtszeit durfte der kleine Gerhard täglich ein Schächtelchen öffnen und das süße Gebäck verspeisen.
1906 wurde Gerhard Lang Mitinhaber der Lithographischen Kunstanstalt, die in Reichhold & Lang München umbenannt wurde. Noch in diesem Jahr brachte er den ersten Adventskalender auf den Markt.
Aus zwei Blättern bestand das Wunderwerk. Ein Blatt war mit Versen versehen – das andere mit Bildern, wahrscheinlich mit Engelabbildungen. Jeden Tag wurde der Spruch vorgelesen und anschließend wurde eines der Bilder darüber geklebt. Später wurden kleine Fenster in das Deckblatt geschnitten und der Bilderbogen dahinter geklebt.
In den sechziger Jahren wurden die ersten „Schoko-Adventskalender“ hergestellt. Heute kann man schon (fast) jede Art von Überraschung hinter den Türchen des Kalenders finden. Besonderen Reiz üben natürlich selbst gefüllte und gebastelte Kalender aus.